Marie Kreutzer / Buch & Regie

1977 in Graz geboren, lebt und arbeitet in Wien

Biographie

Matura an der AHS Modellschule Graz einer Alternativschule mit künstlerischem Schwerpunkt Studium Buch & Dramaturgie an der Filmakademie Wien bei Prof. Walter Wippersberg; Abschluss mit Diplomarbeit zum Thema "Dramaturgie des Kurzspielfilms" mit Auszeichnung Tätigkeit als Script & Continuity bei einigen Kino- und TV-Produktionen

2003-2007 Gestalterin bei der "Sendung ohne Namen" (ORF/Neue Sentimental Film)

2005 Cine-Styria-Stipendium für das Drehbuch "Die Vaterlosen"

seit 2007 Vorstandsmitglied im Drehbuchverband und Drehbuchforum Austria

seit 2008 Mitglied des Beirats für Stoffentwicklung im Österreichischen Filminstitut.


Filmographie (Buch & Regie)

2011 "Die Vaterlosen", Spielfilm, 105 Minuten

2009 "Ingrid", Kurzspielfilm, 12 min

2008 "Punsch noël" Kurzfilm, 10 min Diagonale 08, Vienna Independent Shorts

2007 "Weihnachtsdienst" Dokumentarfilm, 25 min, "Kreuz & Quer"/ORF, Metafilm

2006 "White Box" Spielfilm, 27 min, nach einer Erzählung von Siri Hustvedt; Diagonale 07: Thomas-Pluch-Drehbuchförderpreis; Premiers Plans Angers 08

2005 "7 Todsünden/Trägheit" Dokumentarfilm, 25 min, "Kreuz & Quer"/ORF, Metafilm

2002 "un peu beaucoup" Spielfilm, 34 min, Diagonale 03, zahlreiche internationale
Festival teilnahmen, 3. Preisder short cuts cologne 03, arte, 3sat

2000 "Cappy leit" Spielfilm, 17min, Diagonale 01, zahlreiche internationale Festivalteilnahmen, 1. Preis des Jugendfilmwettbewerbs der Kurzfilmtage Oberhausen 01
1. Preis des Drehbuchwettbewerbs der StudentInnen der Filmakademie Wien, ORF-Kunststücke, arte, 3sat

Arbeiten als Drehbuchautorin (Auswahl)

• "Das Fräulein" (Kinofilm, CH/D 2006, Regie: Andrea Staka; Goldener Leopard für den besten Wettbewerbsfilm, Locarno 2006; Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bestes Drehbuch), Mit arbeit am Drehbuch

• "DOOF" (Kinofilm, D 2009, Regie: Ulrike Kofler), Drehbuch

• "CURE" (Kinofilm, Projektentwicklung, Regie: Andrea Staka) Drehbuch


Regiestatement "Die Vaterlosen"

DIE VATERLOSEN, das ist für mich ein authentischer, persönlicher Film in lebendigen und farbigen Bildern, Farbe, die für die Erneuerung steht, auch wenn der Film mit einem sterbenden Mann beginnt. Ein sehr nah an den Figuren erzählter Film, aufgebaut auf ihrem Erleben, ihren Perspektiven.

Der Tod ihres Vaters schickt die vier Hauptfiguren auf eine kurze, aufwühlende Reise in ihre gemeinsame Vergangenheit: ein Mosaik emotional
gefärbter und ambivalenter Erinnerungen an ihren Vater, der die ungewöhnliche Familienstruktur als bestimmender Mittelpunkt gleichzeitig zusammenhält und trennt. Der Film kreist inhaltlich, atmosphärisch und visuell um genau diese Pole: Zugehörigkeit und Einsamkeit, Bindung und Freiheit.


Die Inszenierung war eine ständige Suche nach dem Gleichgewicht von Schwere und Leichtigkeit sowohl in der visuellen Umsetzung als auch in der Arbeit mit den SchauspielerInnen. Es war aber wohl die herausforderndste und reizvollste Aufgabe, mit einem so großen und großartigen Cast an der Authentizität und Lebendigkeit einer unkonventionellen Familie zu arbeiten, wie sie hier dargestellt wird.

Was mit einem Verlust beginnt, endet in DIE VATERLOSEN mit einem Beginn. Familie ist eben nicht nur, was rechtlich und biologisch behauptet wird, sondern was wir daraus machen.
Marie Kreutzer, Jänner 2011

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Info Die Vaterlosen